Neuzeit
Für den Übergang des europäischen Mittelalters zur Neuzeit, der mit den Kreuzügen einsetzt und mit der Kopernikanischen Revolutionierung des mittelalterlich-klerikalen Weltbildes, der Entdeckung Amerikas, der Erfindung des Buchdrucks und der Reformation seine markantesten Höhepunkte erreichte, beginnt, was man in den historischen Wissenschaften als Neuzeit bezeichnet.
Mit der Entdeckung Amerikas beginnt der das späte Mittelalter prägende Kolonialimus, der dem Spätfeudalimus zuzordnen ist, auch wenn er über lange Jahrhunderte noch unter kapitalistischen Vorzeichen weiter existierte und erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhundert mit den von den kommunistisch regierten Ostblockstaaten unterstützten revolutionären Befreiungsbewegungen seinen Abschluss fand.
Erst mit dem Ende dieser Periode des Kolonialismus wurde deutlich, dass der schon nach Gründung der USA einsetztende ökonomische Expansionismus eine neue Qualität hatte. Es gab zwar auch in den USA noch eine Zeitlang nackte Sklavrei. Aber sie war mit dem modernen Kapitalismus ebenso unvereinbar wie der Kolonialismus, von dem sich die Gründer der USA gegen den Willen des kolonialen Mutterlands Großbritanien befreit hatte.
Die USA antikoloniaistische und von den Briten, die im 19. Jahrundert ihre Kolonialherrschaft den kapitalistischen Produktionsbedinhgungen schrittweise anpassten, staatspolitisch geförderte ökonomische Expansionismus kapitalistischer Unternehmer, den der britische Journalist Hobson als Imperialismus bezeichnete