Diese Seite war über zwei Jahrzehnte - unter dem gleichen Namen - die Informations- und Diskussionsplattform der 1991 von mir, Dieter Schenk und anderen in der damaligen Atomstadt Hanau gegründeten Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control e.V. (BCC). Der nach meinem Rückzug 2015 neu gewählte Vereinsvorstand  hat - zu meinem Bedauern - die Seite der Gründer, die ich zusammen mit dem langjährigen BCC-Geschäftsführer Manfred Strack entwickelt hatte – aufgegeben. BCC e.V. ist heute unter www.businesscrime.de online erreichbar.

 

Schon 2007 hatte ich mich zum ersten Mal aus dem Vorstand zurückgezogen, um Jüngeren Platz zu machen. Damals entwickelte der neue Vorsitzende mit seinem – ihm vom Verein gestellten - Referenten ein Konzept, das von der Gründungsidee wegführte. Das kam vor allem darin zum Ausdruck, dass ohne Zustimmung der Vereinsmitglieder eine neue Website eröffnet und die bis dahin über viele Jahre aufgebaute von diesem Mitarbeiter mit einem Streich irreparabel zerstört wurde. Das hatten zuvor schon einmal Hacker versucht, aber nicht so gründlich, dass eine Rekonstruktion unmöglich gewesen wäre.

 

Diese 2007 vorgenommene Amputation eines wichtigen Standbeins von BCC stellte – zusammen mit anderen „revolutionären“ Entscheidungen - alle bis dahin geleistete Arbeit des Vereins in Frage. Das Rad sollte noch einmal neu erfunden und das Produkt mit einem neuen Etikett versehen werden. Das Ergebnis war, dass die damals noch sehr aktive Gründergeneration rebellierte und ich die Führung des Vereins, die ich ja wegen des notwendigen Generationenwechsels abgegeben hatte, noch einmal übernahm. Der angerichtete Schaden – der vor allem die gute Vernetzung mit kritischen Journalisten und Experten betraf - konnte jedoch trotz größter Anstrengungen nie mehr wirklich behoben werden.

 

Die alte Website mit ihrer großen Zahl an Links zu rekonstruieren misslang. Deshalb sollte die Seite – so der Beschluss des neuen Vorstands - neu aufgebaut werden und (neben der vom vorigen neu eingeführten Website www.businesscrime.de, die der Grund war, dass die alte zerstört wurde) fortbestehen. Also wurde www.wirtschaftsverbrechen.de mit verändertem Design und auch einigen neuen Inhalten weitergeführt. Die Website www.businesscrime.de, die inzwischen eingeführt worden war, wurde also nicht wieder geschlossen, so dass ein Doppelportal entstand. Man konnte nun beide Seiten nebeneinander finden.

 

Die ältere Seite gab Auskunft über Geschichte, Kritik, Theorie und Praxis der kriminellen Ökonomie, wie dies ähnlich auch auf dieser nun von mir privat betriebenen Website fortgesetzt wird. Die neuere Seite war lange Zeit - obgleich die Hauptseite von BCC - eigentlich nur ein Terminkalender für die von BCC (zusammen mit der Frankfurter KunstGesellschaft) veranstalteten Matinées und deren Dokumentationen. Das ist sie noch, hat aber erfreulicherweise ihr Spektrum inzwischen erweitert. Das Programm der Matinee ist hoch interessant, bietet (meist von der früheren Rundfunkjournalistin des Hessischen Rundfunks, Ulrike Holler, jetzt zusätzlich auch von dem HR-Fernsehjournalisten Herbert Stelz moderierte) Gespräche mit verschiednen Experten über einen bunten Strauß im weitesten Sinne sozialpolitischer oder sozialpsychologischer, gelegentlich auch kunst- und kulturpolitischen Themen. Ein Portal zur Diskussion und Entwicklung theoretischer Grundlagen zur kriminellen Ökonomie ist sie nicht. Dies war mein Motiv, die Seite privat weiterzuführen.

 

Sowohl in den Matinee-Veranstaltungen noch in der Zeitschrift BIG-Business Crime, die 2017 im 25. Jahrgang erscheint, nun aber auch nicht mehr als Printausgabe erscheinen soll, spielen theoretische und wissenschaftskritischen Fragen noch eine Rolle. Zentrale BCC-Themen waren aber über mehr als zwei Jahrzehnte kritische Analysen von Wirtschaftsverbrechen, Konzernverbrechen, Organisierter Kriminalität, Geldwäsche, Politikerkauf, Justizkritik etc. In den Matinee-Veranstaltungen spielen sie kaum noch eine Rolle. Insofern war es – auch wenn ich es falsch fand - konsequent, dass der neue Vorstand, nachdem ich mich wieder zurückgezogen hatte, die Seite www.wirtschaftsverbrechen.de abgestoßen hat. Immerhin war man so freundlich, sie mir privat zu überlassen.

 

Diese Website, die nun von mir betrieben und verantwortet wird, ist gedacht für Nachwuchswissenschaftler, die den Mut haben, sich mit diesem Themenkomplex zu befassen und Ansätze sowie Anregungen  suchen, die aus Gründen, die in den Texten auf dieser Website immer wieder aufgegriffen werden, an den meisten Universitäten und Fachhochschulen nicht geboten werden. Wer im Internet nach Informationen über Wirtschaftsverbrechen sucht, wird staunen, dass er außer über Business Crime Control kaum etwas finden wird, das nicht selbst wieder von kommerziellen Interessen (Verkauf von Sicherheit und anwaltliche Hilfsangebote) finden wird. Ganz wenige Universitäten weisen das Fach Wirtschaftskriminologie aus.Eher schon findet man Angebote zur Wirtschaftsethik.

 

Es gibt allenfalls eine Handvoll Theoretiker (Politikwissenschaftler, Soziologen, Politökonomen, Wirtschaftskriminologen, Gewerkschaften, Studierende etc.), die sich für die kriminalisierten Teile des  Wirtschaftslebens, die ich als kriminelle Ökonomie bezeichne, interessieren. Und dies, obgleich es inzwischen einen weltweiten, einen globalisierten Untergrundkapitalismus gibt. Die Zahl der Opfer und die materiellen Schäden sind kaum noch überschaubar. Daher ist diese Website auch für Betroffene, Aktivisten und engagierte Bürgerinnen und Bürger zivilgesellschaftlicher Gruppen, Organisationen und Bewegungen von herausragendem Interesse.

 

Wer also dieses Portal betritt, befindet sich auf der von mir privat zu verantwortenden Plattform zum Thema Wirtschaftsverbrechen und wird hoffentlich viele Anregungen mitnehmen, sich vielleicht auch selbst verstärkt mit dem immer wichtiger werdenden Thema Wirtschaftskriminalität, Organisierte Kriminalität, Korruption, Umwelt- und Wissenschaftskriminalität (um nur einige Schwerpunkte herauszugreifen) befassen. Vielleicht können Sie könnt Ihr, sehr geehrte Nutzer, ja auch meine Arbeit unterstützen, nicht finanziell, sondern durch konstruktive Kritik. Die Seite ist im Aufbau und hat noch sehr viele Lücken, die die interessierten Nutzer sicher bald entdecken und mir aufzeigen werden. Auch darüber hinaus bin ich für sachdienliche Informationen dankbar.

 

Wie man sich anhand dieser Website in das Thema einarbeitet, finden Sie, findest Du, unter dem Text „Einführung“.